
Beschreibung
Stress beeinflusst das Immunsystem
Ständige Überforderung im Job, schlechte Arbeitsbedingungen oder Konflikte mit
Vorgesetzten, chronischer Stress setzt dem Körper erheblich zu. Der Körper reagiert auf
Stress mit der Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol (1) Kurzfristig
versetzt dies das Immunsystem in Alarmbereitschaft und mobilisiert Abwehrkräfte. Bleibt der
Stress jedoch bestehen, gerät die Immunregulation aus dem Gleichgewicht. Chronischer
Stress schwächt die Abwehrkräfte und fördert entzündliche Prozesse im Körper (3).
Entzündungsbotenstoffe wie Interleukin-6 bleiben erhöht, während die regulierende Wirkung
von Cortisol nachlässt.
Stress kann Autoimmunprozesse auslösen
Lang anhaltender Stress kann dazu beitragen, dass das Immunsystem sich gegen den eigenen
Körper richtet. Bei entsprechender genetischer Veranlagung wirkt Stress wie ein
Brandbeschleuniger: Die immunologische „Selbstkontrolle“ bricht zusammen, und
Autoimmunprozesse werden verstärkt. Forschungen zeigen, dass traumatische
Lebensereignisse oder chronischer Stress das Risiko für Autoimmunerkrankungen (z. B.
rheumatoide Arthritis oder Lupus) deutlich erhöhen können. Stress hält das Immunsystem in
dauerhafter Alarmbereitschaft – dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Abwehrzellen
überreagieren und gesundes Gewebe attackieren. Wichtig: Stress allein verursacht selten eine
Autoimmunerkrankung; bei Veranlagung kann er jedoch der entscheidende Auslöser sein.
Erhöhte Rheumawerte trotzdem ernst nehmen
Auch ohne Rheuma-Diagnose können erhöhte „Rheumawerte“ im Blut gemessen werden ,
zum Beispiel Rheumafaktor oder Anti-CCP (Autoantikörper gegen körpereigenes Gewebe).
Solche Befunde zeigen eine Fehlsteuerung des Immunsystems (Autoimmunreaktion). Zwar
haben viele Rheuma-Patienten diese Antikörper, doch auch manche Gesunde tragen sie, ohne
zu erkranken. Dennoch gilt: Erhöhte Rheumawerte sollte man ernst nehmen. Sie können
Frühwarnsignale für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko oder eine beginnende Entzündung sein.
Was bedeutet das für Betroffene?
• Ärztliche Abklärung: Lassen Sie erhöhte Rheumawerte und anhaltende Beschwerden
von einer Fachärztin bzw. einem Facharzt (Rheumatologie) abklären. Nur so kann
festgestellt werden, ob tatsächlich eine rheumatische Erkrankung vorliegt. Eine frühe
Diagnose ermöglicht es, falls nötig, rechtzeitig mit einer Behandlung zu beginnen.
• Stressbewältigung: Identifizieren Sie Ihre Stressauslöser – etwa am Arbeitsplatz –
und suchen Sie Wege, diese zu verringern. Entspannungstechniken, ausreichend
Schlaf und Unterstützung (durch Gespräche oder professionelle Hilfe) helfen, das
Stressniveau zu senken. Weniger Stress bedeutet meist auch weniger
Entzündungsreaktionen im Körper, Stressabbau ist daher ein wichtiger Bestandteil, um
Gelenke und Immunsystem zu schützen.
Quellen: (1) zeit.de.(2) digitalrheumalab.de (3) asklepios.com
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